Ausstellungen von Mitgliedern des Künstlerbundes:
 

»Eine kleine Schau für Berthold W.«

Boyke - Bilder und Skulpturen
Forum der offenen Ateliers im Provianthaus in Glückstadt

Mit einleitenden Worten des Künstlers selbst und ein paar Worten zum Thema Kulturkürzungen von Wiebke Logemann.

Eröffnung: 17. Juli 2010, 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. Juli bis 26. September 2010
Öffnungszeiten: Sa. und So. von 14 - 18 Uhr

Ateliergemeinschaft Provianthaus
Eingang Königstraße
25348 Glückstadt
Tel. 0177/5427654

Eine kleine Schau für Berthold W. von Karl-Heinz Boyke
Sonstiges:
 
>>> www.kulturprotest.de

Leserbrief des Künstlerbundes Steinburg zur Situation des >>> PaK (Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt),
Norddeutsche Rundschau, 24.03.10.

Mit Betroffenheit und Unverständnis hat der Künstlerbund Steinburg vernommen, dass die Stadt Glückstadt dem »Palais für aktuelle Kunst« die städtischen Fördermittel, d.h. ein Drittel des Budgets zu streichen beabsichtigt. Woraufhin das Haus geschlossen werden muss. Nun ist das PaK keine rein lokale Einrichtung, sondern eine Stätte, die sich weit über Glückstadt und den Kreis Steinburg hinaus durch beachtliche Ausstellungen zeitgenössischer Kunst einen Namen gemacht hat. Deshalb würde eine Schließung des PaK für die Region einen spürbaren kulturellen Verlust bedeuten, und es ist für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar, warum hier nicht mit vereinten Kräften versucht wird, das Kunsthaus am Hafen zu retten. Selbstverständlich hat jede Kommune das Recht, in Zeiten der Rezession ihre finanzielle Unterstützung zurückzufahren. Doch das geschieht meist so, dass die betroffenen Einrichtungen sich zwar zurücknehmen müssen, aber erhalten bleiben. Warum will man beim PaK offensichtlich anders verfahren?
Es ist, wie man mittlerweile weiß, ein Irrglaube, die Haushaltslöcher durch Einsparungen im Kulturbereich stopfen zu können. Bundespräsident Horst Köhler hat kürzlich in einer Rede darauf hingewiesen. Da die Kulturausgaben sich stets auf relativ niedrigem Niveau bewegen, steht der Gewinn einer solchen Sparaktion zum angestrebten Ziel in keinem Verhältnis. Die Kultur aber bleibt in jedem Falle auf der Strecke. Müsste die Stadt Glückstadt allein für den Erhalt des PaK aufkommen, könnte man ihren »Offenbarungseid« noch verstehen. Doch zwei Drittel des Budgets werden durch Sponsoren aus der freien Wirtschaft, welche das PaK augenscheinlich für wertvoll genug erachten, bestritten. Für sie ist die Streichung der Fördermittel eine deutliche Ohrfeige, eine Missachtung ihres kulturellen Engagements. Ebenso wie auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne deren Einsatz die Arbeit des PaK gar nicht hätte geleistet werden können. Gewiss, wie viele anspruchsvolle Kunsteinrichtungen kann auch das PaK keine astronomischen Besucherzahlen vorweisen, aber es stellt eine unüberhörbare Stimme in dem Konzert der Anreize dar, mit denen Glückstadt Besucher anlocken will. Was nützt ein Stadtdenkmal, wenn es nur aus Fassaden besteht und sich in den Gebäuden nichts Faszinierendes befindet?
Heute wird über das Schicksal des Kunsthauses am Hafen abgestimmt werden. Sind sich alle Stadtvertreter in ihrem Vorabbeschluss voll darüber im Klaren gewesen, welche Konsequenzen die Streichung der Fördermittel für das PaK und für Glückstadt und für die Region haben wird? Noch könnte das Zünglein an der Waage dazu gebracht werden, zum Positiven auszuschlagen. Hoffen wir, dass sich zumindest jeder der Beschließenden seiner Verantwortung bewusst ist.

für den Künstlerbund Steinburg
Wiebke Logemann, Heinrich Kröger